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Schrift in der Buchgestaltung

März 30th, 2012

Claudia

Im Februar haben wir erste Einblicke in das von uns gestaltete Buch Kinderbuch gegeben. Aber ein Buch besteht ja oftmals nicht nur aus Bildern, sondern vor allem aus Text. Und der muss gut lesbar und dafür in passender Typografie gesetzt sein.
Für „Kuschelgetuschel“ haben wir uns für zwei Schriften entschieden. Die Überschriften der Spiele sind in „Deibi“ gesetzt. Sie ist eine Free-Font von dem spanischen Designer Wete. Die handgezeichneten Buchstaben wechseln verspielt zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Eine Schrift, die Spaß macht und in der man immer wieder Neues entdeckt, wie Varianten der einzelnen Buchstaben (im Bild die Rs und Ls). Sie machen das Schriftbild wunderbar lebendig.

Für den Fließtext wählten wir Skolar, eine Serifenschrift von David Březina. Er hat die Schrift für schulische, bzw. akademische Texte in vielen unterschiedlichen Sprachen entwickelt. Die Buchstaben haben eine gewisse Eigenständigkeit, sind allerdings nicht zu auffällig gestaltet.

Dass die Schrift auch bei kleingeschriebenem Text gut lesbar ist, hängt mit der relativ großen große x-Höhe (Höhe der meisten Kleinbuchstaben, wie beim x) und den Höhenunterschieden zwischen Großbuchstaben und den Oberlängen der Kleinbuchstaben wie l, b oder d zusammen. Durch fein herausgearbeitete Verschiedenheiten der einzelnen Zeichen und die variierenden Strichstärken können auch Leseanfänger diese Schrift leicht lesen, weil die Buchstaben für sie gut unterscheidbar sind.

Toll finden wir zudem: Skolar ist mannigfaltig einsetzbar, da sie 132 Sprachen (unter anderem Kyrillisch und Griechisch) unterstützt und auch als Webfont erhältlich ist. Einem russischen oder griechischen Kuschelgetuschel steht typografisch gesehen also nichts mehr im Wege!

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